SAMSTAGGEDANKEN KREUZ&QUER ...zu spirituellen und sonstigen KriegerInnen

Es ist eine bemerkenswerte Beobachtung, die ich in der sogenannten spirituellen Szene immer wieder mache – alles, was angeboten wird, ist kostenfrei zur Verfügung zu stellen, denn Geld ist etwas Schlechtes. So lautet in etwa das Credo. Ja – es wird vehement und zum Teil unverschämt gefordert. Spiritualität (was immer das sein mag) und Geld – nein, also das geht ja schon mal gar nicht.

Nun denn – ein paar meiner Gedanken dazu. Geld ist reine Energie und die ist bekanntermaßen neutral. Also ist Geld weder gut noch schlecht. Geld ist das, was man daraus macht. Ich habe dazu mehrfach in meinem Blog und an anderer Stelle geschrieben.

Wenn ich die Zeilen mancher Kommentare lese, dann habe ich den Eindruck, dass viele, besonders in die sogenannten spirituellen Szene - noch immer nicht verstanden haben, worum es geht. Es geht im Gesamtsystem um Fluss und Ausgleich, um die Harmonie zwischen Geist UND Materie. Ich betone bei Begriffe nochmals und eindrücklich. Geist und Materie streben nach Ausgleich. Wer diese Prinzipien nicht versteht, darf sich nicht wundern, wenn sie/er immer und dauerhaft im Mangel ist, denn Geld ist nur ein Ausdruck dessen. Wer also ach so spirituell tut und jene verdammt, die für ihre Leistungen, die sie über Jahre erbringen, auch eine Gegenleistung einfordert, der hat auch die vielzitierte bedingungslose Liebe nicht erfasst. Sie ist Bedingung für Fluss und Ausgleich im System. Und wer jene, die nach Ausgleich streben, verdammt und schlechtredet bzw. schlechtschreibt, der trägt seinen ganz persönlichen Teil zur Disharmonie im System bei. Ja, sie fördern den Mangel, also das, was sie so vehement zu bekämpfen suchen. Auch hier: Prinzip nicht erkannt, geschweige denn verstanden - was man bekämpft, wird immer größer und stärker.

Ich orte unter den, wie ich sie bezeichne, spirituellen KriegerInnen, den höchsten Satz an Bedürftigen und an jenen, die nicht verstanden haben, was Fluss und Ausgleich im System bedeuten und dass Geist und Materie untrennbar miteinander verbunden sind (auch ein Prinzip!). Das will auch geschrieben sein, denn hier wird mit einer bemerkenswerten Begeisterung einem Mythos nachgejagt, nämlich, dass es Menschen gibt, die man bedingungslos ausnehmen kann und gleichzeitig verurteilt man jene, die eine Gegenleistung dafür fordern.

So wird das System, das bereits in einer ordentlichen Schieflage ist, weiter schief liegen und genau von jenen gefördert, die diese Schieflage mit unglaublich viel Aufwand bekämpfen, sich als Opfer desselben sehen und überhaupt nicht im Ansatz begriffen haben, worum es im Kern geht.

Ich habe mich davon schon vor längerer Zeit verabschiedet. Für Schieflagen bin ich nicht mehr zu haben. Und ich bin ein großer Fan von einem harmonischen und ausgeglichenen Geben und Nehmen.

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer