GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zu Erfahrungen

Letztens fragte mich jemand, was denn diese digitale Lesereise sei, wollte im Detail wissen, was ich denn dabei so mache und er für die zu bezahlenden € 9,-- als Gegenleistung erhielte. Das wäre doch keine Kunst, übers Internet zu lesen und zu diskutieren. Und was hätte das denn mit Literatur zu tun?

Ich habe lange überlegt, was ich antworten soll. Hier ist sie, meine Antwort: Mir machen die digitalen Medien eine große Freude und ich habe keinerlei Berührungsängste mit Neuem, Anderen. Das alleine ist schon meine Lebensphilosophie. Nur wer offen ist, kann Neues erfahren. Mir geht es darum, meine Gedanken zu teilen, mit so vielen Menschen wie möglich, weil ich zutiefst überzeugt bin, dass sie ebenso vielen Menschen auf ihrem Weg Inspiration sind.

Mein Verständnis von Kunst und Literatur ist nicht auf schöne Räume, Publikumslesungen und Bücher beschränkt. Ich nutze auch, ich betone auch, die Möglichkeiten der sozialen Medien und ich blogge, fotografiere, mache Halbszenisches, probiere mich auch immer wieder aus. Ich riskiere etwas, denn auf dem bequemen Sofa und in der Hängematte entstehen bestenfalls ideen, jedoch keine Umsetzung - und nur die ist letztlich relevant. Mein Kunstbegriff ist ebenso ein weiter wie mein Literaturbegriff. Ich will mich weder begrenzen lassen, noch selbst begrenzen. Wer kann schon vorschreiben, was Kunst und Literatur sind? Was für eine Anmaßung! ...

Was also bekommt man für € 9,-- in meiner Internetlesung? Nein – keine Sorge, ich erkläre mich hier nicht und mein Recht fertige ich mir schon lange nicht mehr. Ich lade ein, digitale Lesungen auszuprobieren. Sie können nur gewinnen – und sei es die Erfahrung, dass Sie lieber meine Publikumslesung besuchen. Wenn Sie es nicht versuchen, dann werden Sie es nicht wissen. Schon Ki nder sagt man: Vom Zusehen lernt man das Laufen nicht. Das muss man schon selbst probieren.

In diesem Sinne – herzlich willkommen im digitalen Raum, bei einem Experiment.

 

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

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