GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zu Begeisterung

Ich wurde bei meiner abgelaufenen Lesereise immer wieder gefragt, warum ich aus der Wissenschaft ausgestiegen bin und mich für die Kunst entschieden habe – so als ob dies zwei völlig gegenläufige Bereiche wären. Für mich schließt sich nichts aus. Im Gegenteil. Ich profitiere sehr viel von meinen Erfahrungen in der Wissenschaft und als Führungskraft, weil letztlich alles im Leben miteinander verbunden ist. 

Wenn ich ehrlich bin – ich habe immer beides gelebt, die Wissenschaft und die Kunst. Für mich ist jegliche Trennung künstlich und menschengemacht. Menschen brauchen Etiketten, um sich orientieren zu können. Wenn eine/r mehr als „nur“ eines ist, dann wird es für viele schwierig. Wenn man nicht in eine Schublade zu stecken ist, dann ist das irgendwie kompliziert.

Für mich sind Wissenschaft und Kunst zwei Sichtweisen, die durch das spirituelle Element miteinander verbunden sind, schlag nach bei Heisenberg, Planck, Einstein, Curie und wie sie alle heißen mögen, die klugen Köpfe. Mein Ziel ist es, zu binden und etwas Drittes Neues immer wieder aufs Neue zu schaffen.

Das ist mir nur möglich, wenn ich mit Begeisterung bei der Sache bin. Und das bin ich zweifellos. Natürlich habe auch ich meine Hänger, meine Zweifel – doch sie werden immer weniger. Ich nehme sie wahr und damit lösen sie sich schon wieder auf. Und es geht weiter und weiter. Da ich ausschließlich Dinge schöpfe, die mir Freude bereiten, habe ich auch immer genug Energie. Ich sehe mich als die wichtigste Ressource an, mit der ich entsprechend aufmerksam umgehe. Das schließt auch ein, dass ich nur mehr mit Menschen zusammenarbeite, die genauso begeistert von ihrem Tun und Sein sind wie ich. Meine Orientierungspunkte und mein Zielpublikum sind klar definiert. So weiß ich immer, wo ich gerade stehe und was ich zu tun habe.

All das zusammen genommen mit der Haupttriebfeder Freude, die in Begeisterung mündet, macht mich aus. Und das ist alles ein immerwährender Prozess, nie etwas Festgefügtes. Dann ist auch der vielzitierte und so heiß ersehnte Fluss möglich. 

Also – ich bin weder aus- noch umgestiegen. Ich lebe das, was mir größtmögliche Freude bereitet.

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

 

 

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