GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zu - Wie willst Du ...

Heute Morgen beobachtete ich eine Szene beim Bäcker, als ich mir mein Frühstücksgebäck holte. Die Verkäuferin sprach die Kundin drei Mal an, keine Reaktion, ihr Blick war starr auf ihr Smartphone gerichtet. Hinter ihr wurde es langsam unruhig. Jeder wollte weiter, nur weiter. Kein einziger lächelte. Keine einzige sprach ein freundliches Wort. 

Diese kurze Szene ist symptomatisch. Kaum einer sah die Vielzahl an angebotenem Gebäck, die zahlreichen frischen Blumen vor dem Geschäft. Kaum einer sah den See, wie er friedlich da lag, nach einer Gewitternacht. Kaum einer sah den Sonnenaufgang, den neuen Tag, der auch bereits 7 Stunden hinter sich und 17 Stunden vor sich hatte, die prächtig blühenden Kastanien und so viel mehr. Ich kann die Fülle der Schönheit gar nicht mit Worten umschreiben.

Was will ich schreiben? Wie willst Du all das wahrnehmen, wenn Du dauernd den Kopf unten hast, auf Dein Smartphone blickst, abgelenkt bist, hektisch herumläufst, Deine Augen und Dein Herz dicht verschlossen hältst? Wie willst Du die Schönheit des Lebens erkennen, wenn Du nur nach unten blickst? Wie willst Du das Lächeln Deines Gegenübers in der U-Bahn, im Bus oder wo auch immer aufnehmen, wenn Du dafür keinen Blick hast? Ich spreche nicht über die Big Bangs. Ich schreibe hier und jetzt, immer wieder über die kleinen Momente der Schönheit des Lebens. Sie machen das Leben letztlich aus. Mein Wunsch zum heutigen Tag: Den Kopf heben und die Augen öffnen. Dann öffnet sich auch das Herz – und dort findet Leben, findet Begegnung, findet Schönheit stat..

 

Man vergebe mir das vertrauliche „Du“. Es ist eine Möglichkeit für mich, aufzuwecken. Möge der Tag gelingen.

 

Coypright Text und Bild - Andrea Riemer 

 

 

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