GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zu HamsterradfahrerInnen

Ja – es gibt sie noch immer, die HamsterradfahrerInnen … es ist bemerkenswert, mit welcher Euphorie und welchem Engage-ment sie weiter laufen und treten. Es darf keinen stillen, ruhigen Moment geben. Auch wenn man sich danach – so im Geheimen – durchaus sehnt.

Das Hamsterrad, bildlich jener Ort, der Wichtigkeit und gewichtige Bedeutung gibt, bildlich jene Tätigkeiten, die die individuelle Existenzberechtigung verleihen. Und so treten sie, oft gewohnheitsmäßig, ohne links und rechts oder nach oben und unten zu blicken, einfach weiter, die geschätzten HamsterradfahrerInnen. Sie sind echte Profis im 'ein bisschen 'was geht immer'.

Was geschieht, wenn sie aus dem Hamsterrad herausgeschleudert werden? Dann wird es so richtig interessant – aus meiner Sicht. Dann fangen die eigentlichen Existenzberechtigungsfragen erst an. Das Außen und alle Scheinwichtigkeiten sind weggebrochen, der Körper ist zusammengebrochen, die Partnerschaft hat sich samt Partner verabschiedet.

 

Und nun kehrt Stille ein …

 

Copyright Text und Bild - Andrea Riemer

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