GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zu helfenden Händen

Es gibt Situationen im Leben, da ist man hilflos, nach einem Unfall, nach einer Operation, im Alter, wenn einen die Aufträge förmlich überrollen und man weder ein noch aus weiß oder wenn gar nichts kommt und man am berühmten Trockenen sitzt .… und dann sind sie gefragt, die berühmten helfenden Hände. Sie denken mit, denken voraus, überblicken die Lage, sind gut gelaunt, haben Verständnis und vor allem haben sie immer Lösungen parat, zumindest für den nächsten Schritt, denn nur der ist letztlich wichtig.

Sie meinen, das gibt es nicht. Nun – ich habe das in den vergangenen Tagen erfahren dürfen, ich betone, dürfen. Denn oft werden die helfenden Hände als selbstverständliche Begleitmusik des Lebens angenommen. Nur wenn etwas nicht funktioniert, wie man sich vielleicht möglicherweise vorgestellt hat, dann, ja dann ist die Kritik und die Forderung nicht weit. Und mit dem Annehmen ist das auch ein eigenes Kapitel, denn der Stolz kann zu einem ordentlichen Hindernis werden.

 

Drehen Sie die Sache doch einmal um. Ein herzliches Danke für all die vielen kleinen und großen Taten, die Ihnen täglich zuteil werden. Ein ehrliches Wort des Interesses an der Arbeit der zahlreichen helfenden Hände. Ein Blick, ein freundliches, aufmunterndes Lächeln, ein liebevolles Mail. Es muss nicht viel sein, nein – darum geht es nicht. Es geht schlicht um Anerkennung und Wertschätzung. Und die wünschen wir uns doch alle, oder?

 

Copyright Text und Bild - Andrea Riemer

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