GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zum Drama auf der Bühne des Lebens

In Zeiten des scheinbaren Mangels und der Ver-änderung zeigen sich Schattenseiten des Lebens mit besonderer Deutlich-keit und Brisanz. Es lässt sich nicht mehr verbergen, dass viele an einem gravierenden Selbstwert-mangel leiden. Er wurde ja mit Vehemenz und lange genug auch eingetrichtert.

Nur nicht aufmucken, besser im Hintergrund bleiben, klein bleiben, nur nicht auffallen, lieber Erreichtes verbergen, weil die NeiderInnen warten ja nur drauf, vom Leder ziehen zu können usw. Das ist die eine Seite, jene der Opfer.

Und dann ist die Seite der Täter, die gegen alles Andere, gegen alles Neue sind, denn ihre Pfründe und ihre Komfortzonen werden beschnitten, werden in frage gestellt. Haben sich jene schon einmal gefragt, ob ihre Komfortzonen nicht ihr Gefängnis ist? – als Denkanstoß. Daher werden alle Mög-lichkeiten genutzt, um zu diskreditieren, anzuschwärzen, schlechtzumachen. Dann geht es ins Lügen und Verleumden über. Am Ende steht der blanke Hass, mit Ziel zu vernichten. Glauben Sie mir, ich weiß sehr genau, worüber ich schreibe.

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Nun denn – in Zeiten des scheinbaren Mangels fliegen alle Schattenseiten auf, unbarmherzig – jedoch nur scheinbar unbarmherzig. Es ist eine der vielen Illusionen. Die Täter werden zu Opfern … und drehen sich weiter im Kreis, in ihrer Jammerkomfortzone, denn die kennen sie perfekt und sie müssen sich nicht verändert. Das macht das Leben ach so einfach.

Ich nehme wahr, dass es weder ein Verstecken vor sich selbst noch vor den anderen mehr möglich ist.

So sage ich: Ich bin, was, wer und wie ich bin. Und das ist gut so. Gleichzeitig gibt es für mich nichts Schöneres, als Neues zu erfahren und mich aus mir heraus weiter zu bewegen. Wachsen ist für mich eine der schönsten Beschäftigungen. Ich freue mich über jedes Erkennen, jedes Benennen können. Dann ist schon die halbe Miete gemeistert. Wenn mir das Annehmen und das Verändern gelingen, dann bin ich Meisterin – und zwar Meisterin meines Lebens. Das Leben der anderen, das nehme ich wahr, jedoch – dafür sind die andere zuständig.

Haben Sie Lust bekommen, auch einmal den Jammerweg und den des Täters und des Opfers, ja und natürlich auch des Retters zu verlassen? Dann haben Sie einen wesentlichen Schritt gemeistert. Sie sind dabei, aus dem Dramadreieck auszusteigen. Jetzt müssen Sie es nur mehr aktiv tun.

Lernen und Tun bringen den Erfolg. Das ist ein nie enden wollender Prozess – doch Sie werden immer besser dabei. Denn das Leben ist keine Hängematte, das ausschließlich für Sie „macht“. Es ist da und es wünscht sich, dass wir auf das Leben zugehen. Es ist wie mit dem Magneten und dem Hufeisen. Sie müssen schon zueinander kommen, damit Anziehung geschieht. Von alleine bewegt sich weder der eine noch das andere.

Und wo es das Mobbing geblieben? Das gibt es in dieser Oper des Lebens nicht. So einfach ist das. Aussteigen aus dem Dramadreieck ist einer der Meisterschritte ins Leben.

 

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

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