GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zu warum ich meinen Weg gehe …

Ich werde immer wieder gefragt, warum ich aus meinem alten Leben ausgestiegen bin. Nun, ich bin nicht aus der Wissenschaft ausgestiegen und in die Kunst eingestiegen. Ich bin beides. Nach  wie vor bin ich mit Begeisterung dabei, wenn es um Verstandes-arbeit geht und ich mit meinem Wissen Neues entdecke.

Dies ist jedoch ohne Intuition und Gefühl für mich nicht mehr möglich. Die Verstandes-arbeit und damit das, was man sich immer wieder unter Wissenschaft vorstellt, ist der zweite Schritt. Wenn ich einer Frage begegne – und es ist immer der suchende Mensch, der mein Motor ist, wenn ich also einer Frage begegne, dann gehe ich zuerst in mein Innen und nehme wahr, was an Antwort kommt. Wenn ich diese erkannt habe, dann erst mache ich den Schritt über den Verstand – und der speist sich stark aus meinen Erfahrungen, meinem Wissen und meinen Methoden aus Wissenschaft.

So ist es nur ein scheinbarer Widerspruch, dass Wissenschaft und Kunst zwei einer gegenüberstehende Enden eines ebenso scheinbaren Kontinuums sind. So wie es kein Kontinuum gibt, gibt es auch keine opposing ends, keine Unvereinbarkeiten. Wenn man meint, es gäbe sie, dann sind sie im Regelfall menschengemacht – und dann sind sie – auch im Regelfall – relativ leicht änderbar.

So werde ich weiterhin schreiben, vielleicht noch ein Stück weit mehr für Menschen, die am Beginn ihrer Reise stehen, die suchen und die im Herzen abholbar sind. Das ist aufregend, denn das hält mich an, beides zu verschränken, den Verstand und das Herz, meine wissenschaftliche Fähigkeiten und meine künstlerischen Begabungen. Es ist für mich die vollkommene Symbiose dessen, was mir mitgegeben wurde und wozu ich mich aufgefordert fühle, es weiterzugeben. Es fordert Virtuosität und Handwerk zugleich. Und es muss zwingend und harmonisch zugleich sein. 

Was kann es Schöneres geben, als die gesamte Palette dessen, was mir möglich ist, auszuschöpfen und zu bespielen?

Ich kann mir nichts Schöneres denken, zumindest im Moment nicht.

 

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

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