GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zu Siegen

Ich frage mich immer wieder, was ist ein Sieg? Ist es ein Sieg über mich selbst und meine Schwachstellen? Ich es ein Sieg über Naturgesetze, über andere? Ist es die Überwindung des scheinbar Unüberwind-baren, die Verbindung des scheinbar Unver-bindbaren?

Siege schmecken meistens süß. Sie prickeln wie Champagner. Und sie machen süchtig. Mehr, mehr, mehr. Und dann kommt das Zuckerkoma, der Moment, wo die Dosis erhöht werden muss, damit man sie überhaupt fühlt. Denn Siege werden gefühlt und deutlich weniger erdacht. Sie lösen eine kurze Euphorie in uns aus.

Das Leben hält viele Siegmomente für uns bereit. Sie sind oft – scheinbar – klein, unscheinbar. Und dann werden sie als unbedeutende Momente angesehen.

Auch die Big Bangs, die bahnbrechende Momente, die sind oft im Moment des Erscheinens klein – und im Nachgang stellt man fest – das waren die Wendepunkte, die Durchbrüche, die Heurekas …

Eine Reihe von Heurekas ergeben dann größere Siege. Ich mag die täglichen kleine Siege, das Gelingen von Dingen, wo ich länger herumprobiert habe, die zündende Idee, die mich weiterbringt, das freundliche Telefonat, den schönen Spaziergang, das liebevolle Wort. Ich kann diese Perlenkette unendlich fortsetzen.

Daher ist für mich mittlerweile jeder Tag voller Siege. Es ist alles eine Frage von Bewusstheit.

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

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