GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zum Schön-Schreiben

Manche fragen in Kommentaren und Mails, warum ich denn immer den Finger in die Wunden dieser Zeit legen muss, warum ich nicht auch einmal etwas Schön-Schreiben kann. Nun denn, ich schreibe weder schön noch hässlich. Ich schreibe meine Wahrnehmungen, klar, deutlich und so unverstellt wie möglich.

Dieser Blog ist ein Schön-Schreib-Buch und keine Glorifizierungsplattform. Dieser Blog ist keine literarische Grottenbahn und kein schrift-stellerischer Horrorbahnhof. Hier gibt es kein esoterisch-spirituelles Junkfood, das Sie bequem nehmen und – dann achtlos letztlich zur Seite legen.

Diese Plattform ist eine Möglichkeit, Ereignisse wahrzunehmen, Erfahrungen anzubieten und Erlebnisse zu teilen. Der Sinn liegt darin, Optionen erkennbar zu machen, wahrnehmbar zu machen. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn das Foto also manches Mal dem Text – scheinbar – widerspricht, dann will das Bild die Aufmerksamkeit auf etwas ermöglichen, das man so nie oder kaum wahrnehmen würde. Ich halte das für eine Möglichkeit, auch scheinbar Unangenehmes weiterzugeben. Wobei – für mich ist das meiste weder angenehm noch unangenehm. Es sind Wahrnehmungen, die ich für teilenswert halte, weil sie viele von uns in Schattierungen betreffen – und wir schon immer wieder davonlaufen können. Bloß – wir werden immer wieder eingeholt. Also – ich neige dazu, mir Erfahrungen und Wahrnehmungen anzusehen. Jedes Mal so gut ich im Moment kann. Und es wird immer leichter und damit besser, der Umgang mit meiner persönlichen Achillesferse. Natürlich habe ich auch mindestens eine. Wo kämen wir denn da hin, wenn dem nicht so wäre? Und worüber schriebe ich denn dann?

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

Kommentar schreiben

Kommentare: 0