GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zu Selbstzweifeln

Wer kennt es nicht, dieses nagende Gefühl, „es“ richtig gemacht zu haben, was immer richtig war, ist und sein wird. Wer kennt es nicht, dieses schleichende Gefühl, das mehr Fragen als Antworten aufwirft. Wer kennt es nicht, dieses Gefühl, eine Entscheidung nicht treffen zu wollen und doch innerlich in die Entscheidung getrieben zu werden. Und danach, danach gehen die Zweifel, die Trenner, die Nager aller Art munter weiter. Die Fragen-kette kann unendlich sein. Der Fantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

Jede/r von uns kennt dieses beschriebene Gefühl in seinen vielfältigen Spielformen.

Ist Zweifel schlecht? Ist innerliches Fragen negativ? Ist es abträglich, sich andere Meinungen aus dem außen zu holen? Ist es schlecht, sich umzusehen und zu vergleichen?

Ich meine eindeutig nein, denn die Schlüssel-frage dreht sich nicht um den Zweifel und die Fragen und die äußeren Meinungen; auch nicht um die Vergleiche. Die Schlüsselfrage dreht sich um etwas ganz Anderes, nämlich darum, was man mit all dem von außen Hereingeholten tut., wie man damit umgeht.

Geht man in die Dauerzweifelschleife? Bleibt man in den Endlosfragen? Hört man sich so lange Meinungen an, bis man die angezweifelte eigene Meinung bestätigt bekommt, um nur ja nichts tun zu müssen und in der Komfortzone zu verbleiben? Vergleicht man sich zu Tode, um nur ja nicht leben zu dürfen? Sucht man bis zum Sanktnimmerleinstag? Wird die Suche zur Sucht ohne Ende?

Das sind die entscheidenden Fragen. Die geneigten LeserInnen dürfen sich gerne die Antworten darauf geben, ehrlich, offen, bereit. Nicht mehr, nicht weniger.

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0