GEDANKEN KREUZ&QUER ... Über die Freude

 

Ich höre und lese immer wieder – wie kann man denn in diesen bewegten Zeiten noch Freude empfinden? Und ich frage mich: was haben bewegte Zeiten mit Freude zu tun? Freude ist nichts, was einem von außen zufällt. Freude ist ein innerer Zustand. Alles, was von außen kommt, ist eine Suchtbefriedigung. Die Sucht der Anerkennung und der Liebe. Im außen zu bleiben, ist eine Suche, wie jede Sucht auch eine Suche ist.

Wie kommen wir raus aus der Nummer? Es braucht schon eine bewusste Entscheidung FÜR Freude. Sie ist ein innerer Zustand, der letztlich durch das Außen nur sehr am Rande beeinflussbar ist. Ist die innere Entscheidung für Freude getroffen, dann wird das Leben in seiner Vielfalt mit anderen Augen wahrgenommen.

Es hat noch niemand geschafft, die Freude mir zu rauben. Ich lasse es gar nicht zu. Freude ist auch eine Frage von Bewusstheit. Wer wartet, dass die Freude einem zufliegt, der wird lange warten. Die bewusste Entscheidung FÜR Freude bedeutet, im scheinbar Neben-sächlichen etwas Schönes, etwas Erhebendes zu sehen und mit scheinbar misslichen Dingen gelassen umzugehen. Gelingt es nicht im Moment, dann empfehle ich ein Heraus-nehmen aus dem Ganzen (das ist möglich!), tief durchatmen und sich der Lösung öffnen.

Freude hat viel mit Gelassenheit und mit Harmonie zu tun. Vor allem fällt es einem leicht, sich zu freuen, wenn ein innerer und äußerer Ausgleich vorliegt. Nicht hasten und nicht schleppen, meinte ein bekannter Dirigent in einem unserer zahllosen Gespräche. Darin liegt viel Wahrheit, die auch auf Freude umlegbar ist.

Also – entscheiden Sie sich täglich für Freude und beherzigen sie den musikalischen Hinweis. Dann löst sich manches scheinbare Ungemach von selbst und es tun sich gleichzeitig neue Türen auf, in diesen ach so bewegten Zeiten …

 

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

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