GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zur Spaßgesellschaft

Jahrelange turnen sie durch die Gegend, unsere MitbewohnerInnen, die von einem Fun Event zum nächsten laufen, sich die Einladungen ergattern, um dabei zu sein.

Nun mögen die geneigten LeserInnen meinen, ich neide. … Weit gefehlt. Beschreibe ich ein Klischee, wo Sie sicherlich nicht dazugehören wollen?

Nun denn, Sie lesen, heimlich verschämt, die diversen Klatschzeitschriften. Seitenblicke allover … wie immer es anders wo heißen mag. Und dann gibt es ja noch die Zeitgeistmagazin und die It-Girls. Sie sehen, ich bin bestens informiert über den Neusprech, der auch schon wieder eine olle Kamelle ist …

Was meine ich, jenseits der Satire, die ja heute schon ziemlich gefährlich geworden ist?

Wir leben nicht nur in der Spaßgesellschaft, sondern auch in der Gesellschaft der political correctness. Wie langweilig!

Offen gestanden, mich interessiert beides nicht. Ich beobachte und stelle fest – das sehe ich als meine Aufgabe. Nein – es geht nicht um den erhobenen Zeigerfinger. Nein – es geht nicht ums Mieselsüchtigsein und auch nicht ums in den Keller lachen gehen. Nein, darum geht es nicht.

Wenn die geneigten LeserInnen nicht begreifen, dass dieses Modell des Dauerspaßes, der Selbstbedienung und des Dauerkonsums ausgedient hat, dann dürfen sie auch die Konsequenzen tragen. Gleiches gilt für den weit verbreiteten Transformationstourismus, der wahre Veränderung nicht ernst meint und schon gar nicht auf eine konkrete innere Umsetzung ausgerichtet ist. Die tut nämlich gelegentlich ziemlich weh und führt einen auch zeitweise sehr zu sich selbst - und das kann dann höchst unangenehm sein. 

Im Außen geht nichts mehr. Altes lässt sich nicht mehr verbessern. Das ist zu Ende - ein für alle mal. Es geht nur mehr aus dem eigenen Innen heraus, und zwar ernsthaft, tiefgehend und auf sich selbst blickend. Dann ist Veränderung, ist Bewegung möglich. Dann ist innere Ordnung möglich. Gemeinsam mit Klarheit ergibt sich die Basis für den  Beginn des Neuen. 

In diesem Sinne … wünsche ich meinem geneigten LeserInnenpublikum eine Prise Ordnung samt Klarheit auf seinem Weg.

 

Und so nebenbei: Wo geht Ihre Aufmerksamkeit hin?

 

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

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