GEDANKEN KREUZ&QUER ... Zur Angst vor Freiheit und Glück

Nichts sehnen Menschen mehr als Freiheit und nach Glück. Auch wenn viele nicht wissen, was Freiheit und Glück konkret bedeuten - sie gelten als die am meisten angestrebten Güter.

Ich meine, wir sind in Europa im Außen ziemlich frei, Flüchtlingskrise hin und Panama Papers her … und was es halt noch so alles drumherum gibt.

Ich meine eine andere Form von Freiheit und Glück. Ich meine die Freiheit, sich selbst zu sein und das auch zu leben. Das bedingt, sich selbst zu erkennen. Und das ist für mich der wahre Sinn des Lebens. Das Orakel von Delphi, das führt uns auch nach Jahrtausenden immer wieder auf diesen Punkt hin. Sich selbst zu erkennen - das ist die große Freiheit, das große Glück. Und da setzt die große, oft unbewusst Angst ein. Und dann ist das mit der Freiheit und dem Glück auch wieder rasch vergessen, oder besser: beiseite geschoben.

Hinblicken, auf die eigenen Abgründe eingehen, hinabsteigen, und, und, und. Es ist alles bekannt, was zu tun ist, um ganz zu werden. Es ist alles bekannt, was es heißt, sich selbst zu erkennen.

Warum schränken viele ihre ureigenste Freiheit und unser Glück so ein? Warum ist es für viele so schwer, ihre Komfortzone zu verlassen? Warum braucht es persönliche Katastrophen, um den berühmten Schritt heraus zu machen aus der alten, abgestandenen Soße? Warum braucht es Erkrankungen, Unfälle, Verluste, bis Bewegung in die meisten hineinkommt?

Ich tue mir mittlerweile schwer, zu verstehen, warum die Mehrheit noch immer eine derartige Angst vor ihrer individuellen Freiheit und vor Glück hat. Vielleicht – weil Freiheit immer Verantwortung mit sich bringt. Dann ist eine Antwort zu geben, auf die vielen Fragen, die sich in der Freiheit auftun. Dann ist die Ablenkung samt Flucht und Dusucht im Außen aufzugeben. Und damit versteckt sich auch Glück.

Wer wegblickt, auch gut. Nur bitte Stopp aller Klagen und Beschwerden.

 

Ich habe mich für Freiheit und Verantwortung und fürs Glück entschieden, jenseits aller Unkereien, jenseits aller Neidereien, jenseits aller abfälligen Bemerkungen.

 

Dann, und nur dann wird Leben zu dem, wie es für uns vorgesehen ist. Ein Abenteuer in größtmöglicher Freiheit UND Verantwortung UND im Glück. … Und was ist daran bitte so schrecklich, so schlimm, so abstoßend? … jenseits von Freispielen und Schokolade zum Frühstück … es geht längst ans Eingemachte, um echte Neubeginne … da gibt es keine herkömmliche Sicherheit mehr!

 

Copyright Text und Bild – Andrea Riemer

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hildegard (Mittwoch, 06 April 2016 09:06)

    Erst in der Eigenverantwortung kann der Mensch frei sein. Jede Bedürftigkeit führt zu Zwängen. Der einzelne ist dabei wichtig, damit sich eine kollektive Kraft entwickelt, die dann diejenigen, die noch von der Angst gefesselt sind, mitgenommen werden.
    Daher, danke für diese Gedanken, mögen sie auf fruchtbaren Boden fallen.