GEDANKEN KREUZ&QUER ... Das Wort und die Erzählung – zwischen Kreation und Verantwortung

Das Wort hat eine unendliche Kraft und schafft als Sprache Bewusstsein. Es ist die Verlängerung des Gedankens. Daher wird der Sprache eine derart eminente Bedeutung beigegeben. Was lösen wir im Einzelnen und im Kollektiv mit Sprache aus? Welche Rolle hat Sprache in diesen bewegten Zeiten? 

 

Die Sprache und Schreiben erheben jenen, der sich ihrer bemächtigt über Raum und Zeit hinaus. Wir lesen heute Goethe, Schiller, Hemingway oder wie sie denn alle heißen, noch immer mit einer gewissen Wehmut, halten uns an ihren Gedanken fest, zitieren sie bei passender und unpassender Gelegenheit.

 

Was früher lang und breit war, ist heute kurz und knackig. Es muss in einen „Claim“, einen Anspruch, und in eine „Brand“, neudeutsch für Marke, passen. Die Überschrift muss einprägsam sein und der Text darf oft eine bestimmte Länge nicht überschreiten. Wohldurchdachte Reden sind zur Seltenheit geworden. Flapsig, leicht merkbar, wieder erkennbar – dass sind die Eckdaten heute und wahrscheinlich auch morgen. Genauso schnell ist jedoch auch alles vergessen, aus dem Zusammenhang gerissen - und der allgemeinen Beliebigkeit übergeben. Damit ist jeder Form der Interpretation, des Gebrauchs und des Missbrauch Tür und Tor geöffnet. 

 

Wir sind rasch eingefangen von Worten, von Erzählungen (Narrativen), denn das Wort hat eine hohe Attraktion. Wir lassen uns auch vom Bild des Wortes berühren, gehen auf die Barrikaden. Erzählungen sind auch heute noch wesentlich, wenn man im Kollektiv etwas bewegen will. Märchen und Mythen haben auch heute noch Hochkonjunktur - nur dass wir uns dessen immer seltener bewusst werden. ...

 

es folgen noch 2 weitere Einträge dazu.

 

Copyright Text und Bild - Andrea Riemer

 

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