GEDANKEN KREUZ&QUER ... Abendgedanken zum heutigen Tag

Wieder und wieder und wieder, die gleichen Bilder, die gleichen Schlagzeilen, die gleichen Behauptungen, die gleichen Schuldzuweisungen, die gleiche Betroffenheit und Bestürzung.

 

Ich könnte an dieser Stelle meinen Post vom vergangenen November hineinkopieren - unverän-dert, denn ich beobachte, dass sich nichts verändert hat, weder in der Dramatik und Tragik der Ereignisse, noch in den Reaktionen.

Welche Worte soll ich wählen? Welche Gedanken eignen sich zum Teilen? Wir sind wieder in der Bestürzung vereint, im Schmerz gefangen, im Netz von Wut verstrickt. Innehalten - und was tun wir mit dem Innehalten? Eine gewisse Ratlosigkeit macht sich breit, Ohnmacht. Noch immer nicht genug getan? Noch immer zu wenig gewissenhaft die Spuren verfolgt? Ich weiß es nicht ... wer kann schon darüber richten?

Im Moment fehlen mir die Worte. Vielleicht ist Schweigen im Zusammenstehen die - im Moment - einzig mögliche Reaktion. Und dieses Schweigen, dieses Innehalten, ermöglicht es, sich zu sammeln, um wieder handeln zu können. Denn Handeln ist zweifellos angesagt. Die Zeit des Zögern, der Beschwichtigung, des bestürzten Reagierens, diese Zeit ist längst vorbei. Vielleicht wird uns das jetzt - endlich - bewusst.

Es braucht neue, andere Zugänge, um diesem Phänomen Herr zu werden. Es braucht Mut, Entschlossenheit und Klarheit im Vorgehen - und vor allem, es braucht Zusammenarbeit, die über Lippenbekenntnisse hinausgeht. 

 

Copyright Text und Bild - Andrea Riemer

  

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